Bezirk Leoben

Förderschwerpunkte

Leoben verzeichnete zwischen 2007 und 2019 insgesamt über alle Rubriken 186,0 Mio. €, bzw. 3.010 € pro Kopf. Damit erhielt Leoben absolut gesehen die geringsten Fördermittel der steirischen Bezirke und erzielte Rang 11 bei den Pro-Kopf-Fördersummen. Das ist vor allem auf die vergleichsweise geringen Förderungen im Agrar- und Umweltbereich (Rubrik 2) zurückzuführen, die mit den regionalen Charakteristika des Bezirks einhergehen. Leoben ist vor allem vom industriellen Sektor geprägt und dabei gleichzeitig durch die große Anzahl an technologieorientierten Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen (insb. Montanuniversität Leoben) einer der industriellen Innovationsstandorte der Steiermark. Das schlägt sich in einer hohen Mittelzuweisung aus EU-Programmen und -Projekten für Rubrik 1 nieder, was sich vor allem im Bereich der Forschungsförderung zeigt, in dem Leoben für den gesamten Zeitraum 2007-2019 die zweithöchste Mittelzuweisung nach Graz (Stadt) erhalten hat (rd. 35,7 Mio. €, nur EU-Summen bekannt). Im Rahmen von ERASMUS+ engagierte sich der Bezirk neben Bildungs- auch in Jugend-Projekten. Zudem wurde für Leoben eine Anzahl von Hochschulprojekten mit Drittstaaten ausgewiesen, die in Rubrik 4 fallen. Für das Anhaltezentrum Vordernberg im Bezirk Leoben werden ebenfalls Fördermittel aus Rubrik 4 bereitgestellt, ebenso für das Zentrum für Katastrophenschutzübungen in Eisenerz, in dem auch Trainings mit EU-Partnerländern abgehalten werden. Die Gesamtförderung belief sich im Jahr 2019 auf 18,3 Mio. €, bzw. auf rd. 300 € pro Kopf. Damit verzeichnete der Bezirk im Jahr 2019 die zweithöchsten Mittel in Rubrik 1 hinter Graz (Stadt) (absolut sowie pro Kopf).

Projektbeispiele

Mittelfluss aus dem EU-Haushalt

Bisherige Fördermittelflüsse in der Steiermark (2007-2019); Anteile nach Rubriken des Mehrjährigen Finanzrahmens 2014-2020 zzgl. Sonderinstrumente

Quelle: eigene Darstellung JR-LIFE, basierend auf Daten zum MFR der Europäische Kommission und EUBIS-Auswertungsergebnissen.